Plüschow–Platz
   
 
Samstag, 25. April 2009

Plüschow–Modell der Heinkel HD 24 in Puerto Madero

Knapp über 80 Jahre ist es her, seitdem Gunther Plüschow und Ernst Dreblow in der Bucht von Ushuaia wasserten ( 3. Dezember 1928 ). Es war das erste Mal, dass ein Flugzeug bis ans Ende der Welt gelangte. Es handelte sich um eine Heinkel HD 24 Schwimmervariante; ein einmotoriger Doppeldecker mit offenem Cockpit, die den Namen „Silberkondor“ trug.

Zweifelsohne stellten die Berichte und Filme Plüschows aus jenen Zeiten eine Sensation dar und, fast ohne sich dessen bewusst zu sein, schuf er damit eine Verbindung und Vorbild der Beziehungen Deutschlands zu Argentinien und Chile.

Die seit Jahren von Roberto Litvachkes geführte Aktion zur Bekanntmachung der Leistungen Plüschows spiegelt sich, u. A., in verschiedenen Publikationen und der Ausstellung von Modellen nieder, wie auch in der von dem Dachverband FAAG geförderten Aktion, auf verschiedenen Flughäfen Argentiniens ein Backlicht-Großformatfoto Plüschows auszustellen.

Der Aeroclub Ushuaia ergriff die Initiative, die Heinkel HD 24 im Verhältnis 1:1 nachbauen zu lassen und dank der Kulturabteilung der Deutschen Botschaft wurde der Kontakt zu Roberto Litvachkes hergestellt, damit er die Arbeiten überwache. Selbstverständlich haben viele dazu beigetragen, damit dieses Projekt zu Stande käme: Deutsche Luftfahrtmuseen und Nachkommen von Ernst Heinkel trugen ebenso bei, wie Gerhard Ehlers und Ingrid Gaa aus Deutschland, sowie, u. A., die Firmen Bodega Schroeder, Carmas, Poliresinas San Luis, Revesta und Wintershall. In 8 Monaten wurden 500 kg Kunstharz, 400 Quadratmeter Glasfaserstoff, 200 Liter Farbe zusammen mit Stahl und Holz verarbeitet.

Zur Vorstellung in Buenos Aires hatten sich zahlreiche Plüschow-Freunde eingefunden. Vor dem Transport nach Ushuaia, wird das Modell in Puerto Madero, neben dem Restaurant Bahia Madero, noch bis kommenden Dienstag zu sehen sein.